Foodlovers

Eine meiner Leidenschaften ist kochen und ich liebe es, in den sozialen Netzwerken nach neuen Rezepten zu stöbern und interessante Berichte zu lesen. So bin ich auf Stefanie Wieser aus der schönen Mozartstadt gestoßen. Was mir an ihr gefällt: ihre sympathische Ausstrahlung und dass sie “keine klare Linie” mit ihrem Foodblog verfolgt. Sie möchte einfach weitergeben, “was schmeckt und Spaß macht”. Diese Philosophie gefällt mir, da auch ich über alles gerne schreibe, was mir Spaß macht und mich interessiert und sich das auch in meiner Küche widerspiegelt.

ne of my passions is cooking and I keep looking in the social networks for new recipes and love reading interesting reports about food and cooking. That’s how I came across Stefanie Wieser from the beautiful city of Mozart. What I like about her: her friendly charisma and the fact that she “doesn’t follow a clear line” with her food blog. She just wants to pass on “what tastes good and is fun”. I like this philosophy because I like to write about everything that is of interest for me and the same goes for my cooking attitude.

Stefanie Wieser

https://www.instagram.com/kitchenlover/

www.kitchenlover.net

Photocredit by Stefanie Wieser

Erzähle uns einfach mal von dir und vor allem, wie bist du auf die Idee gekommen mit dem Foodblog gekommen?

Mein Name ist Stefanie Wieser, ich wurde 1994 in der schönen Mozartstadt geboren. Nach der klassischen Schullaufbahn mit Matura, habe ich ein wirtschafts- bzw. rechtslastiges Studium angehängt und bin letztlich in der Revision einer Bank gelandet. 

Just tell us about yourself and, above all, how did you come up with the idea for the food blog?

My name is Stefanie Wieser, I was born in 1994 in the beautiful city of Mozart. After the classic school career with a high school diploma, I added an economics or law-oriented degree and ended up in the auditing department of a bank.

Du hast einen wunderbaren Instagramaccount bei dem sich alles um das Rezepte und Foodcontent dreht. Seit wann betreibst Du diesen Account? Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Schon früh habe ich meine Liebe zum Kochen entdeckt und bin meist mit meiner Mama gemeinsam in der Küche gestanden. Des Öfteren haben wir gemeinsam Pasta Asciutta gemacht (mein absolutes Lieblingsessen), oder zusammen Kekse gebacken, und ohne angeben zu wollen – unsere Kekse waren immer super schön anzusehen, vermutlich habe ich auch von ihr meinen Hang zum Perfektionismus.

2012 hab ich dann meine bessere Hälfte kennengelernt und, welch Wink des Schicksals, ist Carsten Koch, und hat damals im Hangar 7 gearbeitet. Somit verbindet uns nicht nur unsere Beziehung, sondern auch die Liebe zum Essen. 2016 haben wir dann mit einem Foodaccount auf Instagram gestartet, um unsere Kreationen zu teilen und andere zu inspirieren. 

2020 hat uns das einfach nicht mehr gereicht, und ich wollte den Leuten, die uns spannend finden, einfach mehr mitgeben. Und so haben wir im Herbst 2020 unseren Blog „kitchenlover“ ins Leben gerufen. Auf dem in regelmäßigen Abständen neue Rezepte veröffentlicht werden. 

Eine klare Linie gibt es dabei nicht. Wir möchten einfach weitergeben, was uns schmeckt und Spaß macht. Uns geht es nicht darum, ein klassischer „Influencer“ zu sein, sondern wir wollen den Leuten zeigen, das Kochen Spaß macht und jeder auch leckere Gerichte zaubern kann (wenn man sich nur traut und möchte).

You have a wonderful Instagram account where everything is about recipes and food content. How long have you been running this account? How did you come up with the idea?

I discovered my love for cooking at an early age and mostly stood in the kitchen with my mom. We often made pasta asciutta together (my absolute favorite food), or baked cookies together, and without wanting to show off – our cookies were always super nice to look at, and I probably got my passion for perfectionism from her too.

In 2012 I met my boyfriend Carsten, who happens to be a cook. He worked at that time at Hangar 7. Thus not only our relationship connects us, but also the love of food. In 2016 we started with a food account on Instagram to share our creations and to inspire others.

In 2020 we launched our “kitchenlover” blog in autumn 2020, due to the fact that we wanted to share more ideas and recipes with our audience.

There is no clear line here. We just want to pass on what we like and what we enjoy. We don’t see us as classic “influencers”, because we just want to show people that cooking is fun and that everyone can create delicious dishes (if they dare and want to).

Photocredit by Stefanie Wieser

Unter „Faires Kochen“ verstehe ich, dass man die Haltung der Tiere definitiv verändert. Du hast einen Artikel über “Die Henne und das Ei – – aber was ist mit dem Hahn?” geschrieben?  Vielleicht können wir das Thema hier einfach aufgreifen. Ich denke, darüber haben sich viele Menschen noch gar keine Gedanken gemacht. 

In meinem Beitrag: „Die Henne und das Ei – aber was ist mit dem Hahn?“ dreht es sich um die Tatsache, dass tägliche tausende männliche Küken vergast oder geschreddert werden, weil sie in der Lebensmittelindustrie ein „Abfallprodukt“ sind. Ein geringer Anteil dieser Tiere landet in diversen Futtermitteln, aber der viel größere Anteil ist nichts anderes als „Müll“, welcher entsorgt werden muss. Hähne bringen kein Geld: Sie legen keine Eier und sind genetisch bedingt auch nicht so gut geeignet, um gemästet zu werden, und so als Brathuhn auf dem Teller zu landen.

Div. Organisationen und Betriebe setzten sich mittlerweile dafür ein, dass dies nicht mehr geschieht, und auch die männlichen Küken aufgezogen werden (Preisunterschied zum Beispiel bei den Eiern lediglich 4 Cent).

Ich möchte mit solchen Aussagen oder Beispielen die Leute nicht belehren. Ich finde es aber wichtig, dass jeder auch mal über solche Dinge nachdenkt und für sich dann gewisse Entscheidungen trifft, bevor er sein Frühstücksei köpft oder sich das Steak schmecken lässt.

Wir 2 essen auch gerne Fleisch, und aktuell könnte ich mir, außer vielleicht aus gesundheitlichen Gründen, nicht vorstellen, darauf vollständig zu verzichten. Aber dennoch versuchen wir, BEWUSST Fleisch zu essen/kaufen und dieses vor allem auch in Maßen. Grundsätzlich muss uns klar sein, dass dieser immense Fleischkonsum (besonders natürlich Rind) auf Dauer nicht tragbar ist. 

Ich bin mir auch sehr sicher, dass unsere Einstellung zu Fleisch und generell tierischen Produkten eine wesentlich andere wäre, wenn jeder z.B. ein Tier töten müsste, um Fleisch konsumieren zu können. 

By “fair cooking” I mean that we should definitely change the animal husbandry. You have written an article about “The Hen and the Egg – – but what about the rooster?” Maybe we can just pick up the topic here. I think a lot of people haven’t even thought about that.

In my post: “The hen and the egg – but what about the rooster?” It’s all about the fact that thousands of male chicks are gassed or shredded every day because they are a “waste product” in the food industry. A small part of these animals ends up in various feeds, but the much larger part is nothing more than “garbage”, which the industry has to get rid of. Roosters don’t bring any money: They don’t lay eggs and, for genetic reasons, and are not so well suited to be fattened to end up on the plate as a roast chicken.

Various organizations and companies are now working to ensure that this no longer happens and that the male chicks are also raised up (price difference, for example for eggs, only 4 cents).

I do not want to teach people with such statements or examples. But I think it’s important that everyone thinks about such topics from time to time and then makes certain decisions for themselves before decapitating their breakfast egg or enjoying the steak.

We both also like to eat meat, and at the moment I could not imagine completely living without it, except perhaps for health reasons. But we still try to CONSCIOUSLY eat / buy meat and above all in moderation. Basically, it must be clear to us that this immense meat consumption (especially beef, of course) is not sustainable in the long term.

I am also very sure that our attitude towards meat and animal products in general would be significantly different if everyone had to kill an animal, for example, in order to be able to consume meat.

Wie erlebst Du selbst gerade diese Corona-Zeit? Macht es das Einkaufen schwieriger für Dich?

Für mich persönlich hat sich beruflich nicht viel verändert. Ich hatte das große Glück, beinahe durchgehend meine normale Tätigkeit fortführen zu können (mit Ausnahme von 2 Wochen im Frühjahr 2020). Da ich allerdings grundsätzlich im Aussendienst tätig bin, war es eine immense Umstellung, als wir von April bis ca. September 2020 komplett auf Homeoffice umgestellt haben. 

Da mein Freund, zum Glück, Anfang 2020 seinen Job gewechselt hat (immer noch Gastro) hat ihn die Krise nicht so extrem getroffen, wie viele andere Kollegen in dieser Branche. Die für uns wohl positive Seite (sofern man dieser Zeit etwas „nicht negatives“ abgewinnen kann) ist die Tatsache, dass wir in den letzten 7 Jahren unserer Beziehung nie so viel gemeinsame Zeit hatten, wie in dem letzten Jahr.

Einkaufstechnisch hat sich bei uns eigentlich gar nicht so viel geändert. Als die Zeit der Hamsterkäufe angebrochen ist, muss ich zwar gestehen, dass auch in unseren Einkaufswägen, die ein oder andere Sache zusätzlich gewandert ist, aber niemals in dieser extremen Form, wie es manche betrieben haben. Aktuell versuchen wir nur einmal pro Woche in den Supermarkt zu müssen. Meist wird dann auch noch bei meinen Großeltern nachgefragt, ob sie etwas benötigen, damit diese nicht unnötig auf die Straße müssen. Grundsätzlich freut mich allerdings, dass ich das Gefühl habe, dass die Menschen nun doch mehr den Bezug zu regionalen Produzenten und Direktvermarktern suchen. Wir haben schon seit längerem die Möglichkeit, auf Bio-Gemüse und Obst aus unserer Bio-Kiste vom Bio-Hof-Lecker zuzugreifen, welche uns auf Bestellung direkt vor die Tür geliefert wird. Und seien wir mal ehrlich, man schmeckt den Unterschied.

How do you experience this Corona period? Does it make shopping more difficult for you?

For me personally, not much has changed. I was very lucky to be able to continue my normal activity almost normally (with the exception of 2 weeks in spring 2020). However, since I basically work in the field, it was an immense change when we completely switched to home office from April to around September 2020.

Since my friend, luckily, changed his job at the beginning of 2020 (he is still gastro), the crisis didn’t hit him as badly as many other colleagues in this industry. The positive side for us is the fact, that in the last 7 years of our relationship we never had as much time together as in the last year.

Our shopping habits have not changed for us. When the time of hamster purchases began, I have to admit that one or the other thing also wandered in our shopping carts, but never in the extreme form that other people have done. We are currently only trying to go to the supermarket once a week. Usually we also ask my grandparents whether they need anything so that they don’t have to go out on the street unnecessarily. Basically, however, I am pleased that I have the feeling that people are now after all more looking to relate to regional producers and direct marketers. For a long time now, we have had the opportunity to access organic vegetables and fruit from our organic crate from Bio-Hof-Lecker, which are delivered to our door upon request. And let’s be honest, you can taste the difference.

Photocredit by Stefanie Wieser

Möchtest Du uns noch Dein Lieblingsrezept verraten?

Wer mich kennt, der weiß, ich liebe Pasta und Italien über alles. Was scheint da passender, als dass es sich auch bei meinem Lieblingsgericht um Nudeln dreht. Nämlich Spaghetti Bolognese.

Spaghetti hab ich noch nie selbst gemacht, aber ich liebe es, Pasta selbst herzustellen (besonders gerne auch die gefüllten Varianten: Tortellini, Ravioli und Co). 

Deshalb gibt’s für hier unseren gelingsicheren Nudelteig (für ca. 4 Personen):

200g glattes Mehl

100g Semolina (feiner Gries)

3 Eier

etwas Olivenöl

Salz

Alle Zutaten werden zu einem elastischen Teig verknetet (manchmal kann es sein, dass ein Ei besonders groß ist, dann einfach noch etwas Mehl einarbeiten). In Frischhaltefolie einschlagen und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank „parken“, damit das Klebereiweiß aktiviert wird und der Nudelteig die perfekte Konsistenz hat. Danach einfach mit einer Nudelmaschine ausrollen. Falls nicht vorhanden, klappt es auch mit einem Nudelholz (ist aber mehr Arbeit). 

Für Ravioli auf die Teigbahnen eure Füllung geben und mit einer weiteren Nudelbahn abdecken und die einzelnen Taschen verschließen. Für z.B. Tagliatelle die Nudelbahnen mit dem entsprechenden Aufsatz durch die Maschine lassen, oder mit einem Messer entsprechend schneiden. Fertige Tagliatelle bis zum Kochen entweder trocknen (spezielle Ständer oder eine Schnur quer durch die Küche spannen) oder auf einem Backpapier mit Mehl stauben und vorsichtig zu kleinen Nestern drehen. Nach wenigen Minuten im kochenden Salzwasser sind die Nudeln perfekt.

Would you like to tell us your favorite recipe?

Anyone who knows me knows that I love pasta and Italy more than anything. So favorite dish is also pasta, namely: spaghetti Bolognese.

I’ve never made spaghetti myself, but I love to make pasta myself (especially the filled versions: tortellini, ravioli, etc.).

That’s why we have our homemade pasta dough for about 4 people:

200g plain flour

100g Semolina (fine semolina)

3 eggs

some olive oil

salt

All ingredients are kneaded into an elastic dough (sometimes, if an egg is particularly large, then just work in a little more flour). Wrap it all in cling film and “park” it in the refrigerator for at least 30 minutes so that the adhesive protein is activated and the pasta dough has the perfect consistency. Then simply roll the dough out with a pasta machine. If not available, you can also use a rolling pin (but it is more work).

In case you make ravioli, put your filling on the dough sheets and cover it with another sheet of pasta and then seal the individual pockets. For e.g. Tagliatelle, leave the pasta sheets through the machine with the appropriate attachment, or cut accordingly with a knife. Either dry the finished tagliatelle until they boil (use special stands or stretch a string across the kitchen) or dust them with flour on baking paper and carefully turn them into small nests. After a few minutes in boiling salted water, the noodles are perfect.

Hast Du neben dem Kochen noch eine große Leidenschaft?

Unsere Prinzessin ist unsere Katze Bella. Diese hat sich, nachdem wir 2015 in unsere Wohnung gezogen sind, im Garten breit gemacht und ist seitdem geblieben. Mittlerweile gehört ihr nicht nur der Außenbereich, sondern im Grunde unsere ganze Wohnung, inklusive Bett und Couch (ja ich weiß es gibt Leute die kommen damit nicht klar, dass Tiere ins Bett dürfen – bei uns eben schon, also pssst!).

Wenn ich mal Zeit finde lese ich auch sehr gerne. Am liebsten Thriller (also im Grunde alles, das einem schaurig den Rücken runterläuft). Gerne sind wir im Sommer (bzw. wenn ́s warm wird) auch im Garten. Bauen unsere eigenen Kräuter an (dann schmecken die Gerichte gleich nochmal besser) und erfreuen uns daran, wenn alles blüht und ein paar Bienchen vorbei summen.

Do you have another great passion besides cooking?

Our princess is our cat Bella. After we moved into our apartment in 2015, she came in our garden and has stayed since then. In the meantime, she not only owns the outside area, but basically our entire apartment, including the bed and couch (yes, I know there are people who can’t cope with the fact that animals are allowed to stay in bed – but for us it’s ok!)

When I find the time, I really enjoy reading. Preferably I love Thrillers (very scary ones). We are happy to be in the garden during summer. We grow our own herbs (then the dishes taste even better) and love it when everything blooms and a few bees buzz by.

All photos by Stefanie Wieser